Die drei Spinnerinnen

Vergleich der Fassungen von 1812 und 1819

Dies ist ein automatisierter Vergleich der 1. Fassung von 1812 des Märchens "Die drei Spinnerinnen" (KHM 14) aus dem ersten Band der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm mit der 2. Fassung von 1819.

VEos warz eitn Mädchen fauleb und wollte einicht Könspignnen, und die Mutter mogte sagen wars sie wollte, sie konnte es nichts ldazu bringen: endlich über naufhm dier WelMutter einmals FZorn und Ungeduld, daß sie ihm Schläge gab, worüber essp laut zu weinnen, anfing. Nun fuhr gerade die Königin vorbei und als sie das Weinen Thörte, ließ sie anhalten, trat in das Haus und fragte die Mutter, warum sie ihre Tochter schlüge, daß man draten das Weinen ghöre. Da schämte sich die Frau, daß sie die Faulheit ihrer Tochter sollte offenzbaren Tund spragch: »ich kann sie nicht vom Spinnen abbringen, sie will immer und ewig spinnen und eich bin arm undie kann dern Flachs nicht herbeischaffenu.« »Ei, antworrtete die Königin, ich hör nichts lie,ber warls spinnern und böse.in Enicht vergnmügter als mußtwenn die Räder schnurrein; gebt Rmir eure Tochter mit ins Schloß, ich habe mFlachs genug, unda soll sieh spinnen, so vierl Abschied naLust hm,at.« gDie Mutter wabrs von Herzen dgern zufrieden und die Königin nahm das Mädchein mit. Als sie ins grSchl gekommen Kwasren, führte sie es hinauf zu drei Kammern, die lagen von unten bis oben voll vom schönsten Flachs. »Nun spinn mir diesen Flachs, spragtch sie:, »und wernn mduß gesp fertig bringst, so sollst du meinnen ältesteyn, wSohn zum Gemahl habenn; bist du gleich warm, so acht ich nicht darauf, dein unverdroßener kommFleiß ist Ausstattung genug.« Dias Mädchen Perschrack inznerlich, denn es konnte den Flachs nicht spinnen wund wärs dreihun bdert Jahrüb alt geworden und weintten: »wjeden Tag von wiMorgen bis Abend dabei gesessen. aAlles espi nunen soallein, müsswar fing es an zu weirnen und saß so dreni Tage, ohne die Hand zu rühren. Am dritten Tage kam die Königin und als sie sah, daß noch nichtzs gespunnen war, verwunderte sie sich, aberf das Mädchen entschuldigte sich damit, daß es vor großer Betrübniß über die Enmaltfernung aufs seiner Mutter Hause noch nicht hätte anfangen können.« Das ließ sich die Königin gefabllern, spracgte aber beim weggehen: »tMoröstgen mußt du aber anfangen zuch, arbeiten.«

Als nun das Mädchen wieder all ein war, wußte es sich snichot mehr zu rathen und zu helfen Daund watrat in seiner Betrübnimß Lvor das Fendster. Da sah es drei Weibesr herkommen, dersavon häßlatte diche Juerste eingfen breiten Platschfuß, die zwersite hatte eine so große Unterlippe, daß sie über das Kinn herunterhing, und die zwedritte haeinen breitten Daumen. Als sie vor dem Fenster waren, blieben sie stehen, schauten Hhinauf und dtrugen Zdem Mädchen ighre Hülfinger soan dick und bsprachen: »willst, du mauns dzur Hochzeit aeinladeren, Fdich ungser nichätte daraus machämen und unen,s deine drBasen heittßen, auch atten deinen dTisckh setzen, brso wollen witr dir den PFlatschfs wegspinnen uß,nd daso bin kurzer Zeit w»Ei, von Herzen geirn, halbntwortete es, Kkommt nucr hereinb und fangt gleich die Arbeitt an.« Diea ließ es die Köndreigin zu sicheltsamen foWeiberd herein und machte in demr Tersten Kagmmer eine Lücke, wo dsier Könsigch heim kommnein sollte, setzten sund ihr Spinnen allnhuben. drZwei, die eineb zog den Fadein und trat das Rad; die andere inetzte den Faden, dihe dritte Sdrehtube, gab ihne und ischrlug mit dem SpFinngerä auf dern Tisch und daso mußoft sie schlug, fiel eine Zahl aufs feinste gespionnen,en Garns zuchr saErde. Vor der Königtin verbarg sie die drei Spinner jinnen und zenigte ihr, waso oft sie kaufm, dies Menige des Fragesponnenen Garns, das diese nichtw genug lortben skollnnte. Als die erste König anmmer leer war, gingts an die, hörZweite, er ndas Slich anu die drritte und die war auch bald zu Ender. voNun wnahmen ditem, fdreutie Absich herzliched und sagten zum Mädachten: s»vergineß nichter, zwas du luns versprobchen. Whast; es wird dein Glück seryn.«

Als dabs Mädchen der Königin die Stubleere kKammern und dien drHaufein gGarstigen Junzeigftern, da srichtzente sah,ie diers Hochrzeit ackus und der eBrsäutligam freute sich, dannß terat erine so geschinzuckte und fleißige Fragtu bekäme undi lobte sie gar ste,hr. woIch habe drei Basien, sprach das Mädchen, da sie mir vienl gutes getzlhan, ich grwoßllte Usie nicht gerln ippen habme? »voinem LeGlücken, vom Leckrgessen, Daerlaufbt doch, daß ich sie zwu deite,r wHochzerit einlader und daß sie mit an dem Tisckh sitzen.« FDie Königin und der? »voBräutigam Fgadben drgern ihre Ein,willigung. vomAls nun das Fest anhub, traten die drei Jungfern, in wunderlicher Tracht herein, und die Braumt sprachl: »seyd willkommeng, liebe Basen!.« d»Ach, sabgte der Bräutigam, lwieß kommsiet du zu denr Fgadrstigen Freiundschaft!« pDaarmal umf den Fging er lazuf den.r Eeindlen micht diem dbreiten Platschfuß und fragte: »woarum heabt ihr deinen disolckhen breiten Fuß?« »vVom Treten, antwortete sie, vom Treten!.« Da ging der Bräutigam zur zweiten unda sprach: de»wovon habt ihr nur dige höerunterhängende Lippe?« »Vom Lecken, bantwortete sie, vom Lecken!« Da frahlgte er die dritte: »wovon habt ighr den breiten Daumend Vom Faden Pdriehenz, antwortete ssie, vom Fadenn drehen, Da ersichrack der Königssohn und sprach: »so sollte mir nun und nimmermehr meine schöne Braut ein Spinnrad anrühren undDamit so waren sie ihrdas böser QuaFlachsspinnen los.


Weitere Vergleiche von "Die drei Spinnerinnen"