Die sechs Schwäne

Vergleich der Fassungen von 1812 und 1819

Dies ist ein automatisierter Vergleich der 1. Fassung von 1812 des Märchens "Die sechs Schwäne" (KHM 49) aus dem ersten Band der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm mit der 2. Fassung von 1819.

Es jagte einmal ein König in einem großen Wald und jagte einem Wild so eifrig nach, daß niemand grvoßn seinen WLeuten ihm nachfoldgen konnte, zuletzt verirrte er sich und kofannted keinen Ausgang. Da sah er etwas auf sindch zukommen, das kamging wie eine alte Frau gebückt undl mit wachkelndem zKopf und war einer Hexe,. diDer batKönig er,edete sie an und sprach: »zeigte mir dochn wiedern hWerag dusrch ldeiten Wald.« Die»O ja, Hexe aberr König, antwortete, das gieschähe, wenn immehr meine Tochter, heir müssathen unda zur Frau Königin blmacheiben unwollt, dann seinolls Lgebschehen, vsonst aberliere n,icht und nuihr dasmüßt ehiner könnble ihben und Hungerres stterben, dernn ihre Tkochmmt nimmermehr ohne miratch aus dem Wald.« Demr König, wardem sein Leben lieb war, undsagte in der Angst sagte er ja; undie Hexe bdaracuf führte ihmn dasie Alte zu dem Mädchen,. eEs war jungsehr und schön, aber koder Könnig hatte es aberdoch nicht ohnlieb Grausen und kohnnte es nicht ohne heimliches FuGrcht anusehen; doch wollte er, wans er versprochen hatte, halten. Die AltHexe fühbrachte dannsie beide auf den rWeg nachten Wdes König,es Schloß und als sie dah angeimlangt warden, dimußte Hexentr Wocrt haltern und sie zu seiner Gemahlin. nehmen.

Der König aber hwatter noschon seinmal vebrheirathet gewesen Kiund hatter von sdeiner ersten Frau, sechs Buben und ein Mädchen, und wliebte dile Kinder fübercht alles auf der Welt. We,il esr nune ifürchntente, von dier Stiefmutter könnte ihnen ein Leids angethaun werden, so brachte er sie in ein einsames Schloß, daßs er mitten in einem Walde steheand. hattDe.r EsWeg stdahind war so vschwerborgen, daßzu nfiemand den, Weg dahin wußte, und er ihn selber hästte ihn nicht gefunden hätte, wenn ihm nicht von einer weisen Frau einen Knaäuel von Garn gwäre gebschenkt worden, das sich, wenn er dens vor sich hin auf die Erde warf, von selbst loswickelte er sich auf und zeigte ihm den Weg. Wzeil abgter. dDer König segineg Koft hinder garus zu seinen lieb hatte,n gKing der oft hinaus, daß wares endlich die Königin merkte, neugierig, ward und wollte wissen wollte, was der König so vieloft allein in dem Wald zu tschuaffen habe;. siNun gewann forschtie die Diener aus, und diese verriethen ihr das ganze Geheimniß. Das erste, wars nunsie that, war, daß sie sich mitdurch List denas Knaäuel verschaffte, daunnd nals sie es hatte, machte dsie sieben kleine Hemdchen, und ging damit hinaus in den Wald. Deras Knaäuel zeigte ihr den Weg, und als sdie sechs kleiKnaben Prinzjemand sie von weitem kommen sahen, frmeuinten sie, esich, mwäreinten ihr Vater käm und sprangen volil Frefuden heraus auf sie zun. Da warf sie über jeden eins von den Hemdchen, und kaum hlsbatteld, wie das ihren Leib berührt, dhatte, verwarndelten sie sich in Schwäne verwandelt, hobstiegen sich auf in die Luft und flogen davon. Sie meinglaubte nun sider hätte alle Stiefkinder weggeloschafft, zund giseyng, wieder heim,l und so war das Mädchen, dasnicht mitgelaufen war und sie nichts voner Kaihmm wußter, und gebliebeng waieder, herrettetim. Am andern Tags kam der König, inda fand er niemasnd, Wals das Mädchloßen, das erzählte ihm, daß es aus seihnem Fensterlein gesehen, waie seine glieben Brüder als Schwäneh fortgeflogen waär,en und zeigte ihm noch die SchwanFenfedern, die von sihren sechs Brüderin auf den Hof ghatten fallen wlarssen und die es aufgelesen. Der König etrschrackuerte, gedachte aber nimmermechrt, daß die Königin die böse That vollbracht, hätte und weil er besorgchtete, dieas PrinzMädchessin mögwürde ihm auch geraubt werden, wollte er sies mit sichfort nach Haus nehmen. SiAberc es hatete Angsicht aber vor ihrder Stiefmutter und bat ihn, erdaß mögte sie nur noch diese Nacht in dem SWaldschloß blassen; iben dürfte.

Als aber die Nacht kaberm, da entfloh sie,s und ging gerade zu in den Wald hinein.

Als Es ging die ganze Nacht und auch den ganzdern Tag bisn zum Abeindem fortg, bis es vor Müdigangkeit nicht waeiter, konnte. Dam siah es zu einer Wildhütte., Sie stieg hinauf und fand eine Stube mit sechs kleinen Betten;, waber es getraute nilcht, sich in eins hinein zu legen, sonde war,n legte sie sich unter eins auf die Erde und wollte da die Nacht da zubringen. BAls aber die Sonnen bald untergaeheng abwollte, hörte kes ein Ramuschen und sah, daß sechs Schwäne dzurchm das Fenster herein geflogen, kamen. Sie setzten sich auf den Boden und bliesen einander an, und bliesen sich alle Federn ab, wieund da streinfte Tusich sichre Schwabsnenhaut herunter wift,e ueind Hemd. Da wsarenh sie das iMädchren an und secah, daß es ihre Brüder. Siwaren, freute sich und kroch unter dem Bett hervor,. und dDie Brüder, warenls bsie idhr Schwesterchen erblickten, freuten sich auch, warend abetrübt, sizugleich ztraurig und seprachen: »duhier kannst hdeiners nicht bBleiben, sagte nicht sieyn, das ist eine RäubHerherberg, wennfür die Räuber, vor dihre vom ZRaugeb heimkommen,; dawenn wosie dichnden, würden sie hdich ermorden.« AlleDa Absprach siend: »könnent wihr umich denn nicht schützen?« »Nein, abntworteten sie, denn wir können nur eine Viertelstunde lang jedien Abend unsere Schwanenhaut unzlichs abblasen, und haufben so laing der Zeit unsere menschliche Gestalt haben, hernach abwerden wistr es wieder voerbwandeilt.« We»Kann duich euch aber nsicht erlösen willsprach das Mädchen. »Ach nein, antworteten sie, mußdas kannst du nicht, denn es ist zu schwer: sechs Jahre lang darfst du nicht sprechen und nicht lachen, und mußt in der Zeit sechs Hemdlein aus Sternenblumen für uns zusammennähen, wähsprend der Zeit aber darfchst du neichtn sprechein und nzicht lachgens Wort, sonst ist alle Arbeit verloren.« Und als die Brüder das gesprochen hatten, war die Viertelstunde herum, und sie waurden wieder in Schwäne verwandelt.

AmDas Mädchen aber sprach in seinem Herzen: »ich will meine Brüder erlösen Mund sorgllt es mein Tod seyn.« Und abm andern Morgen sammelte esich das Mädichen Sternblumen, setzte sich dannmit auf einen hohen Baum und fing an zu nähen:. Res reden konnte auch keins Wormit niemand und lachen wollte es nicht, eson saß dera und sahe nur auf seine Arbeit. Aufls eis schon lange Zeit jda zugebracht, geschah es, deinmal der König, diem dases Land gehörtes in dem Wald, jagte und seine Jäger kamen zu dem Baum kamen, auf welchem edas Mädchen saß und nähte. Sie riefen: »wer bihmst zdu,? es skolltemm herabsteige zu un,s;« wabeilr es gab keihnen Antwort und nischüttelte antwour mit dem Kopf. Als sie von dneuem rieften, wollte es sie mit Geschenken befriedigen, und warf ihnen seine goldene Halskette herab. SiUnd weil rsiefen aber noicht ablimmerßen, dauch warfnoch es seinen Gürtel, als auch dies nichts half, seine Strumpfbänder, endlich, alles, was es entbehren konnte, herunter, so daß es nichts mehr, als sein Hemdlein anbehielt. Dien Jägern waren aber dasmit alles nicht gzufriedenug, sie stiegen auf den Baum, hoben edas Mädchen herab und brachten es mitvor Gdewaltn zum König. Der König wafragte ves auch: »wer bist du? und wie bist du dahin gekommen?« und fragte es in allen Sprachen die er wußte. üAber es antwortete nicht und blieb Sstumm wie ein Fisch; doch weil es so schönh war, daß er meinte niemals jemand schöneres gesehen zu haben, ward sein Herz gerührt von großer Liebe. Er wickelte es in seinen Mantel, setztenahm es vor sich aufs Pferd, und fühbrachte es in sein Schloß. Da ließ er ihm reiche HKleider anthun, daß es unstrahlte, wie der ohelle Tag, aber es war kein Wort aus ihm zu bringlen. Doch setzte er es bei Tisch an seine Seite ummnd war,d lvon seinebtn Mienen und seiner Sittsamkeit so bewegt, doaß er sprach: von»diese Hbegehre ich zu heirathen, und kesine wandere auf der sWeilt,« uned Gvermaählte sich nach einigen Tagen mit ihr.

Nun Dhattes der König eine böse Mutter, abdier war bösunzufrieden mit daieserüb Heirath, sprach schlecht von ihder: niemagin und wissagte,: »woher weiß, wo die stumme Dirne ghekommenr ist, und sie iseyt deines Königs unicht würdig.« Uebert ein Jah.r, Aals sdie nuigin denas ersten PrKinzend zur Welt brachte, nahm dies Schwdiegermu Altter ihn weg, und bestrich ihr den Mund mit Blut. und gDab dann begi dem König vor, dsie zum Königi und hklabgte sihre als eigene KiMend gschenfressen, und sey erine Zauberin. Der König aber, aus großer Liebe, wollte es nicht glauben; und litt nicht, daß ihr ein Leid acngethan wurde. Sie alber s beständig und nähte an den zwHemden und achtete auf nichts anderes. Das nächstemal, Pals die Königin wieder einzen schönen Knaben gebar, da übte die gottfalosche Schwiegermutter denselben Betrug, aunds, klaber der König konnte sich nicht entschließen, wihren Redern Glauben beizumessen unigd spran,ch: »sie ist stumm und weilkann siech nicht vertheidigen, sonst würdue ihrfte, Unsochuld an dern iTag kommern.« Alst aber zum drittenmal sdie Alte daßs neugeborne Kind raubte und dienigin sanklagtechs, Hemdiern arbkein Wort zu ihrer Verthe,idigung soprach, da konnte sder König die Gesetze nichts mlängehr abwerrndetten, und sie ward zverumrtheilt, durch Feuer vom Lerben zum Tod gebrammcht zu werden.

Als Dder Tag kam herankam, wo das Urtheil sollte vollzogen werden, esda war auch gerade der letzte Tag von den sechs Jahren, uin denen sie wnicht sprechen und nicht lachen durfte, um ithre lieben Brüder aus des Zaubers Macht zu befreien. Die sechs Hemden waren fertig geworden, nur daß an deinem fehletzten der linke EAermel fehlte. Wie sie nun zum Scheiterhaufen geführt wurde, nahm sie die sechs Hemdern mit sich, und wieals sie oben stand und eben das Feuer eben sollte angestzündeckt werden, sachaute sie aufwärts und sah sechs Schwäne durch die Luft daher ziehen,. Da regte sich ihr Herz in Freuden und übsie sprach zu sichr: »ach Gott, nun soll die schwere Zeit herabum seynk!« Die Schwän.e Drauschten wbald überf siehr undie Hsemdlnktein hsinch heraufb, daß sie fdiel Hemden über die Schwänerfen hikonnte, und kaum warien sie davon berührt waren, so fielen dihre Schwanenhaäute ab, und dihre sechs Brüder standen leibhaftig, frisch und schön vor ihr,; nur dem sechsten fehlte der linke Arm, und er hatte dafür einen Schwanenflügel aufn dem Rücken. DaSie waherzten sich und küßten sich und die Königin ging darauf zum König, der ganz bestürzt war, und sprach: »liebster Gemahl, nun ist mir die Sprache wiedergegeben, uich bind unschuldig angeklagt worden« und erzählte ihm, wie die alte Schwiegermutter sie so boschaftändlich sie verläumdet, und daß sie die drei wjungen Söhne verborgen halte. Da wurden dsie zu großer Freude des Königs herbeigeholt, die Alte aber wurde zur Strafe auf den Scheiterhaufen gebrachtunden und zu Asche verbrannt,. siDe aber lebte lanige mitund diem König uind mit ihren sechs Brüdern lebten lange Jahre in Glück und Frieuden.


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