Häsichenbraut

Vergleich der Fassungen von 1840 und 1857

Dies ist ein automatisierter Vergleich der 4. Fassung von 1840 des Märchens "Häsichenbraut" (KHM 66) aus dem zweiten Band der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm mit der 7. Fassung von 1857.

Et was eine Frou mit ener Toachter in änen schöhnen Goarten mit Koal; dahin kam än Häsichen, und froaß zo Wenterszit allen Koal. Doa seit de Frou zur Toachter »gäh in den Goarten, und jags Häsichen.« Seits Mäken zum Häsichen »schu! schu! du Häsichen, frißt noch allen Koal.« Seits Häsichen »kumm, Mäken, und sett dich uf min Haosenschwänzeken, und kumm mit in min Haosenhüttchen.« Mäken well nech. Am annern Tog kummts Häsichen weder, und frißt den Koal, do seit de Frou zur Toachter »gäh in den Goarten, und jags Häsichen.« Seits Mäken zum Häsichen »schu! schu! du Häsichen, frißt noch allen Koal.« Seits Häsichen »kumm, Mäken, sett dich uf min Haosenschwänzeken, und kumm mit mer in min Haosenhüttchen.« Mäken well nech. Am dretten Tog kummts Häsichen weder, und frißt den Koal. Do seit de Frou zur Toachter »gäh in den Goarten, und jags Häsichen.« Seits Mäken »schu! schu! du Häsichen, frißt noch allen Koal.« Seits Häsichen »kumm, Mäken, sett dich uf min Haosenschwänzeken, und kumm mit mer in min Haosenhüttchen.« Mäken sätzt sich uf den Haosenschwänzeken, do brachts Häsichen weit raus in sin Hüttchen, und seit »nu koach Grinkoal und Hersche (Hirse), ick well de Hochtidlütd beten.« Do kamen alle Hochtidlütd zousam’m. (Wer waren dann die Hochzeitsleute? das kann ich dir sagen, wie mirs ein anderer erzählt hat: das waren alle Hasen, und die Krähe war als Pfarrer dabei, die Brautleute zu trauen, und der Fuchs als Küster, und der Altar war unterm Regenbogen).

Mäken aober was trurig, doa se so alleene was. Kummts Häsichen und seit »thu uf, thu uf, de Hochtidlüt senn fresch (frisch, lustig).« De Braut seit nischt, und wint. Häsichen gäht fort, Häsichen kummt weder, und seit »thu uf, thu uf, de Hochtidlüt senn hongrig.« De Braut seit weder nischt, und wint. Häsichen gäht fort, Häsichen kummt, und seit »thu uf, thu uf, de Hochtidlüt waorten.« Do seit de Braut nischt, und Häsichen gäht fort, aober se macht ene Puppen von Stroah met eren Kleedern, und giebt er eenen Röhrleppel, und set se an den Kessel med Hersche, und gäht zor Motter. Häsichen kummt noch ämahl, und seit »thu uf, thu uf,« und macht uf, und smet die Puppe an Kopp, daß er de Hube abfällt.

Do set Häsichen daß sine Braut nech es, und gäht fort, und es trurig.


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