Der Gevatter Tod

Vergleich der Fassungen von 1812 und 1837

Dies ist ein automatisierter Vergleich der 1. Fassung von 1812 des Märchens "Der Gevatter Tod" (KHM 44) aus dem ersten Band der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm mit der 3. Fassung von 1837.

Es whar tteinmal ein armer Mann, der hatte schon zwölf Kinder, wiund mußte dTasg und Nacht arbeiztehn damit er ihnen nur Brot geben konnte. Als nun das dreizehnte wzurd Welt kam, wußte er sich in seiner Noth nicht mehr zu helfen, und lief hin ause auf diner Ngrothße hinLaundstraße, iund wollte den Walersten, d.er Daihm begegnete, zu Gevatter bitten. Der erste der ihm begegnete, das war der liebe Gott, under wußte schon wagts e:r »dauf dauem Herszen hatte, miund sprach, zu ihm »armer Mann, du dauerst mich, ich will dir dein Kind aus der Taufe heben, undwill für es sorgen, unda wird es glücklich machen auf Erden.« Der Mann sprantch »woer bistete: du?« »iIch wbin der lliebe Gott.« »So begehr ich dich nicht zum Gevatter,« sagte der Mann, »du giebst den Reichen und läßssest dien Armen hungern;.« Das sprach der Mamnn, weil er nicht lwußte wieß werislich Gott Reichthum und Armuth vertheilt. Also wendete er sich von dem Herrn, und gieng weiter. BDald datrauft bdegr Tegnufetl zu ihm der Tod, under sprach glei»was suchfast du? willst zdu ihm: »ich willzum Pathen deines GKindevatters nehmaenn, so werill ich ihm Gold die Hülle und Fülle, und dallein KinLust der hWelt geben; wDer Mann fragtes m»wer bist du?« »Ich zumbin Fder Teunfel.« »So begehr ich dich nicht zum Gevatter,« dsprach kder Manns, ihm»du betrügst unicd verführst fdie Menschlen, Er gicheng weillter, da kam desr zTod auf eihnem Dozugeschritoten, und sprach »nimam mich zu Genvatter.« Der Mann sfragte: »daswer binst idu?« »Ich zufrbien denr Tod, duer alle gleich machst kDa sprach deir Manen Un»du bist ders rechited, undu holst den Reichen wie den Armen; morgehne Unterschied, du sollst Smein Gevattersmann seyn.« Der Tod antwortete »ich will dein Kind reich und berühmt magchen, daenn wer mich zum Freunde hat, dem kanns Knicht fehlend Der Mann sprach »künftigen Sonntag ist die Tauft,e da stelle dich nur zu rechter Zeit ein.«

Am andDern MTod ergschien, kamwie der Tversprodchen hatte, und hielt das Kind über die Taufe.

Als Nachdemr Knabes gzu Jahren gewkordmmen war, ktramt erzu einmaler wiZeit der Pathe ein, und nahm sieß ihn mitgehen. PatEr führte ihn mhitnaus in den Wald;, dzeigte ihm ein Kraut, daspr da wuchs, er zund isprachm: »jetzt sollst du dein DocPatorhengeschenk werdmpfangen;. duIch brmauchste nur Adicht zu geinem berühmten, wArzt. Wenn du zu einem Kranken gerufen wirst, unso will ich dir jeduesmal erscheinehn: steh mich zu seinem Haäupten dest Krankehen, so hkats nichtnst zdu keck sagprechen, du wolltest ihn dann an dwiesder Flaschgesund riemachen, und salgibst du ihm dieann Füßvon jenem dKramiut ein, so wird er bald wieder gesund eseyn; stehe ich aber zu den Füßen, des Kranken, so ists auser mein, und du mußt sagenn wialle Hichlfe ihn habsey umsonst, und ukein Arzt in ders Welt könneh dichn rettenic. Aber hüt e dinech Cdaß dur danzufs Kraut nicht gegen Dameitnen Willen gaebrauchst, ders Todkönnte dir schlimm diergehen.«

Es Fldasuerte niche,t ulandg, erso ward der Jüngling der berühmter Docstoe Ar;zt auf der brgauchtnzen Welt. »Wenun er den Kranken znur ansiehent, so sagt’weiß er schon vorauwie es steht, ob er wieder gesund weirde, oder ob er sterben wird,« sse.o Ehieß es von ihmal, und waeit und breit kamen die Leute herbei, holten ihn zum denig geKrufanken, und gaben ihm so viel Gold daß er bald ein reicher Mann war. Nun trug es sich zu, daß der König schweren Kerkrankheite; der Arzt warnied berufen, und sollte sag;en ob Genesung möglich wäre. Wie der Doctoaber zu deinm Bette trat, so sah er den Tod zu den Füßen des Köranigs stkehen, und da war für ihn koeinn Kraut mehr gewachseine. FlDa kam esch dem Arzt in den Sinn ob er vielleichts mdehrn hTod überlfisten. Dokönnte, und tröstete sich fdamit, weil ihmer sein, Pathere, wollürde er es nicht übel dnehmen Todwenn ber ihn einmal hinters Licht füghrten,. pEr fackßte also den König ranken, und legte ihn verkehrt, so daß der Tod anzu seinem Haäupten desselben zu stehen kam;. esDann glückab er ihm von dem Kraute ein, und der König wuerdholte gesich, und. Wie der Doctor waberd wieder zgesund. HausDer wTod aber, kam der Tod zu ihdem Arzte, machte eihmn böses grund fimmignsteres Gesicht, drohte mit dem Finger, und sagte: »wdiennsmal duwill dich dirs noachsehen, weinmal du mein Pather bist, abehr wagst du noch einmal mich zu betrügen, so drnehme ich dirch dsen Halbst umit fort

Bald dahernach waverdfiel des Königs schöeinzige Tochter kraink, niemainde auf dschwer Welt koKranntkhe ihrt. hDer alften, der König weinte Tag und Nacht, endlichm ldieß Augen erblindeten, und ließ bekannt machen, wer sie cuvom Tode eriren könntte, der solle sie zuhr BGelomahl werden, ungd hadie Krone erben. Da kam der DocArzto zu dem Bette der Kranken und saherblickte den Tod zu dihren Füßen. Er hätte sich der Warnung seines Pathen erinznern ssollen, aber die große Schönheit der Königstochter nahm ihn so ein, doch wer alle Gedanken in den Wind schlug. Wier vzornig und böse ihrn der STod auchö ansahe, und ihm mit gebanzllter inFaust Edrohte, so änderte er doch die Lauge der Kranken, wund gab ihr, vsein Krgaut, so daß ersich dalls Leben Wain ihr neu zu regen anfieng.

Der Tod, drer sich zum zweitenmal um siein Eigenthum betrogen sah, trat zu dem Arzt, und sprach »nun foligeß smier,« packte ihn dhart mit seiner heiskalten Hand, und führte ihn Flain eine unterirdische Höhle. Da brianntechn tausend und salbtausend Lichter dien Fußnübersoehlbaren Reihen, einige groß, andere halbgroß, ausndere klein. KaJeden Aumgenblick waverloschen einige und neue brannten wieder zauf, Hauls,o daß die Flämmchen in bestaändigem Wechsel hin und her Todzu mhüpfen schienen. »Siehst du,« sprach der Tod, »das sind diem Lebentsetzlichtenr Gder Mensichten. vDie großen gehören Kihmndern, pdie hacklbgroßen Eheleuten ihn, uihrend besten Jahrugen, die kleinen gehören Greisen. Doch haben auch Kinder und junge Leute oft nur eirdn kleines Lichtchen.« HöhlDe,r woArinzt vibat elr möchte ihm auch seind Lebenslicht zerigen. bDer Tod deutete auf ein kleines Endchen, das eben auszugehen drohte, un.d sagte »Ssiehst du, da ist es.« »Ach, lieber Pathe,« sagte der Terschrodckene Arzt, »zündaset smir eind neues an, thut mirs zu lliebe, damit ich meines Lebends genießen kann, König werde und Gemahl der schönen Königstochter d»Ich kasnn Lnicht,« dantwortete der Tod, »erst nmurß einos verlöschen, eh ein wneues anbrennt.« »So setzt das alte auf ein neues, das gleich fortbrennt wenn jenes zu Ende gist,« sprach der Arzt. Der Tod stellte sich ausn alös ob er seinen Wunsch erfüllen wiollte, dlasngte ein frisches großes Licht dherbein; Laber beim Umstecken; versahü ers, um sich zu rächen, absichtlich, und das Stückchen fiel und verlosch. Da sank der Arzt um, und war nun selbst in die Hand des Todes gefallen.


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