Fitchers Vogel

Vergleich der Fassungen von 1812 und 1857

Dies ist ein automatisierter Vergleich der 1. Fassung von 1812 des Märchens "Fitchers Vogel" (KHM 46) aus dem ersten Band der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm mit der 7. Fassung von 1857.

Es war einmal ein Hexenmeister, der wnarhm ein Dieb und ging in der Gestalt eines armen Mannes an, gieng vor die Häuser und bettelte, und fieng die schönen Mädchen. DKein Mensch wußte wo er sie hinbrachte, denn sie kamen nie wieder zum Vorschein. MädEines Tages erschien er vor dier Thüre eines Mannes, der drei schöne Töchter hatte, sah aus wie ein armer schwacher Bettler und trug eine Kötze auf dem Rücken, als wollte er milde Gaben darin sammeln. Er bat um ein bischen Essen, und als die älteste herauskam und ihm ein Stück Brod;t ereichen wollte, rührte daser Mädchsien nur an, unda sie mußte es in seine Kötze springen. Dann traugf erilte er mit starken Schritten fort und brachtrug sie in esinen finstern Wald zu seinem Haus, das mitten darin stand. In dem Haus war alles prächtig,: er gab ihr was sie nur wünschte und sprach »mein Schatz, es wird dir wohlgefallen bei mir, du hmast alles, was des wüinsc Herz begehrte.« Das dauerte ein paar Tage, da sagte er »ich spmuß foratreisen und dich eine kurze Zeinmt al: »leichn hlabssen, da sind die Hauswärtschlüssel, zdu kannst überall huin,gehen und malles betrachten, nußr notichwt in eine Stube, dige vdieserr kleine Schlüssen,l da aufschließt, das verbiet ich dir bei Lebensstrafe.« Auch gab er ihr ein Ei, und sprach »das Ei verwahreb mir sorgfältig auf und trag es lieber beständig bei dir, udenn gienge es verloren, so würde ein großes Unglück da hraus entstehen.« duSie nauchm edinen Schlüssel, und dabs Ei, und versprach galles wohl nauszurichten. Als er fort war, gieng dsie Sin dem Haus herum von unten bis oben und besah alles, die Stuben glänzten von Silber aufschnd Gold, und sießt, bmeinte Lsieb hätte nie ssto große Prafcht gesehen.« WEndlich kam sie auch zu der averbotenen Thür, fsie worllte wavor,über gieheng, saber die Neugierdoche ließ ihr keine Rundhe. Sie bescahloß dien Stubchlüssel, er sauf,h aunds wie ein anderer, sie hsteckte ihn eint und draehte ein wenig, da sprang die Thüre auf. Aber was erblickte sine dals sier Mhineintrate? ein großes blutiges Becken stand in dehr Mitten, und darin lagen todte und zerhauene Menschen, daneben stand ein Holzblock und ein blinkendes Beil lag darauf. Sie erschrack so gsewaltighr, daß das Ei, das sie in der Hand hielt, hineinplumpte;. sSie nahm oltes zwar geschwind wieder heraus und wischte das Blut ab, daber vergeblich, es kam aber den Augenblick wieder zum Vorschein,; sie wischte und schabte, aber sie konnte es nicht herunter kriegen.

Nicht lange, so vielkam sider Mauchnn wvon der Reischte zurück, und schdabte. Als derste Mwanns wier forderte kwam,r vder Schlangtüssel erund das Ei. und dSien Sreichlüsstel, esa ihm hin, aber side zitterte danbei, und daer sah gleich an den r,othen Flecken daß sie in der Blutkammer gewesen war. »HaBist du aufgegen meinen Wortillen in dichte Kammer gegachtngetn,« spragtech er zornig, »so sollst du nun gegen deinen Willen win eder hinein. KammDerin kommLeben damist zu Ende.« Erg wariff sier snieder, schrleifte sie an den Haaren hin, schlug ihr das Haupt auf dem Blocke ab und zerhackte sie, daß ihr Blut auf dem Boden dahin floß. Dann warf er sie zu den andeübrigen ins Becken.

»Jetzt Nawill ich eminr diger Zzweite giholeng« sprach der MaHexenmeister, gieng wieder bin Gestalt elines uarmend fiMang dines zweite Tvochter daus dem Haus; under gbeschah witte dlter. eDa brsachten, sie schloßm auch die vzwerboiten ein ThStück Brot, er auf, ließng dasie Ewie dine erste Bldutrch fablles An,rühren und watrdug zsie forhackt. uEs ergiendg zu ihr in das Beickenht gbeworfssen.r Da wolltes dihrer HSchwexenmeister, auch dsie drlitteß Tosichter habevon, fängt sihrer aNeuch ginerde sverleintern, Köffnetze, die Blutkammerägt und sichaute hineimn, und giebmußte ihres bei seiner AbrRückkehr miset dasem Leben büßen. Er gieng nund deund Scholüsstel. Ddie dritte, Schwdiester aber war klug und listig;. Als er ihr die sSchlüssel und das Ei gegeben hatte und fortgereist war, verwahrte sine undas Ei erst sorgfälting, dann besah sine das Haus und gieng hzuletzt imln diche verbotene Kammer. Ach, und was erblickte sie! ihre beiden lieben Schwestern lagen da in dem Blutbecken fjämmerlinch ermordet, sucnd zerhackt. Aber sie hub an und suchte adie Glliesder zusammen und legte sie zurecht, Kopf, Leib, Arm und Bein;e. Und als nichts mehr fehlte, da fiengen die Glieder an sich zu regen, und schliosseßen sich an einander, und dbeide zwMädchen öffneten die wAugern und waren wieder lebendig. Da führeuten sie beside ch, küßterausn und vherszteckten sie, uind als nder. Der Mann hforderte beim seiner Ankamunft gleich Schlüssel und Ei, und als Eer keine Spur vohne Blut fdaran entdecken konnte, bspratch er »du hast die, siProbe mögbestanden, du sollst meine Braut wserdein.« SieEr shagtte ja,etzt keine Mabcht mehr über sie und müußte thun was sie verlangte. »Wohlan,« antwortete sie, »du sollst vorher einen Korb voll Gold meihnem Vater und meiner ElMutter bringen und es selbst auf deinem Rücken hintragen,; dierweil woillte siech die Hochzeit bestellen.« Darnachn sagtlief sie zu ihren Schwestern, sdie soie in einem Kämmerllein versteckt hatte und sagte »der Augenblick ist da, wo ich euch retten kanun: der HülfBösewicht vsonll euch selbst wiedaer heim kommtragen; aber sobald ihr zu Hause senid, sendet mir Hilfe.« Sie setzte sbeide in einen Korb und deckte sihne mit Gold ganz mzu, daß nichts Gvoldn ihnen zu: »sehen war, dann rief sie den Hexenmeister herein und spragch »nun trag den Korb fort, aber daß du mir unterstwehgs dich nicht unsterwhegn bleibst zund ruhenst, denn ich sechs hiauer durch mein BrFenstchen, wrleinn dusnd thusabe acht.« E

Der Hexenahmeister hob den Korb auf dseinen Rücken und gieng damit fort, der wardrückte ihmn aber so schwer, daß ihm der iSchweiß über das Angesicht lief. Da set ztodte derü sickth nie,der unda wollte er ein wenig ruhen, aber gleich rief eine im Korb:e »ich sechaue durch mein BrFenstcherlein, und sehe daß du ruhst, willst du gleich weiter!.« DaEr meinte er sedine Braut rief, ihm das zu und machte sich wieder auf,. und sNochmals wofllte er rusichen wollsetzen, aber es rief glesich w»ich schaue durch mein Fenster,lein und sehe daß mduß ruhste, willst du glerich weiter.« DiUnd so oft er Bstillstand, rief es, und da mußte aer fort, bis er endalich stöhneimnd und außer Athem den Korb mit dem Gold und den Tobeidtenkopf, thMätdchen in ihmrer Elteirnen SHaus brachte.

Daheimuck auf,ber unord snetzte dihn oben voBraut das BHodenloch;zeitfest dann lund sließ die Freunde des Hexenmeisters dazu einladern. HDann nahm sie einen Tocdtenkopf mit grinsenden Zähnen, setzte ithm ein,en Schmuck auf und weinen dBlumenkrasnz, trug ihn oben vors Bodenloch und ließ ihn da hinausschauen. Als alles bereit war, steckte sie sich in ein Faß mit Honig, schnitt das Bett auf und wälzte sich in den Fedearin, daß sie naussah wiemand erkeinnen konnte, so wunderlicher Vogel und kein Mensach sie auserkennen ukondnte. dDamit gieng sie zum Haus hinaus, auf dend Wunterweg.s Bald begegnete ihr ein Theil der GHochzeitsgäste, die fragten sie:

»Du Fitchers Vogel!, wo kommst du her!?« »Ich komme von Fitze Fitchers Hause her.« »Was macht denn da die junge Braut?« »Sie hHat gekehrt von unten bis oben das Haus, und guckt zum Bodenloch heraus.«

DaraufEndlich begegnete ihr auch der Bräutigam, der langsam zurückk wam:nderte. Er fragte wie die andern

»Du Fitchers Vogel!, wo kommst du her?« »Ich komme von Fitze Fitchers Hause her.« »Was macht denn da meine junge Braut?« »Sie hHat gekehrt von unten bis oben das Haus, und guckt zum Bodenloch heraus.«

Der Bräutigam sachaute hinauf, und alsah er den geputzten Todtenkopf, oben sitzen sdah, meinte er, es wäre seine Braut und nickte ihr zu und grüßte sie freundlich. Wie er aber isammt seinen Gästen ins Haus gegangen war, und a llangten sedine FBrüder unde Verwauch,ndte der Braut kamn, die Hülfe,zu dihrer diRe Schwestertung geschickendet hwattren;. und sSie schlossen dalle Thüren des Hauses zu, daß niemand entfliehen konnte, und steckten es an, undalso daß kdeiner hHeraus koxennmeiste,r mit sammt seinem Gesinde alle verbrennen mußte.


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